Die Goslarer Zivilcouragekampagne ermutigt bundesweit Bürger zu mehr Zivilcourage 

Nach dem tragischen Tod von Dominik Brunner im Jahr 2009 sank in der Bevölkerung die Bereitschaft, Zivilcourage zu zeigen. Um u.a. die Bemühungen der Dominik-Brunner-Stiftung für dieses wichtige gesellschaftliche Thema zu unterstützen, haben 

die „Goslarer Zivilcouragekampagne“ initiiert. 


In Zeitungsanzeigen, Kinospots sowie in Schulen, u.a. auch mit Fitboxkursen und einem Quiz der "Aktion-Tu-Was" der Polizei, klären die Veranstalter mit Videofilmen und Comics über das Thema auf.

Online finden Interessierte unter "www.zivilcourage-goslar.de" Tipps, wie sie helfen können, ohne sich selbst zu gefährden.

Darüber hinaus entwickelte die Initiative mit Unterstützung prominenter Befürworter eine deutschlandweite Plakat- und Postkartenkampagne unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministeriums für Inneres und Sport.

Dazu wurden mittlerweile u.a. 90 Kampagnenteilnehmerinnen und – teilnehmer, die ihr Gesicht für Zivilcourage zeigen, von unserer Aktionsfotografin Heike Göttert eindrucksvoll in Szene gesetzt. Mit der Kernbotschaft, bei Gefahr die Polizeiprofis, d.h. 110, anzurufen sowie prägnanten Statements, tragen alle ZivilcouragebotschafterInnen zum Umdenken in der Bevölkerung bei.

Die Kooperation mit "ProPK" (Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes; www.aktion-tu-was.de) sowie mit dem WEISSEN RING haben unserer Kampagne deutschlandweite Aufmerksamkeit verschafft.                                                                      

Als Projektleiter bin ich stolz, dass die GZK zum „Ausgewählten Ort 2012“ von der Initiative „Deutschland Land der Ideen“ ausgezeichnet und damit der außergewöhnliche Einsatz aller fünf Initiatoren gewürdigt wurde.

In der Veranstaltung „Mut zur Zivilcourage“ in der Goslarer Kaiserpfalz, mit nahezu 400 Aktiven und Gästen, konnten wir zeigen, dass sich Zivilcourage lohnt, indem wir zwei junge Männer, die einen Serienbrandstifter festgenommen haben, ehren konnten. Im Jahr 2013 wurde u.a. Gräfin Carla von Hardenberg und im Jahr 2014 u.a. Tobias Siefert für ihre Courage ausgezeichnet. Die Ehrungen 2015 nahm u.a. die Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz vor.

Nach den tragischen Todesfällen (durch Selbstüberschätzung) in Offenbach (Studentin Tugce) sowie in Hannover (21jähriger Einkaufskunde), haben wir einen Schutzengel-Cartoon für die GZK von Jürgen Tomicek zeichnen lassen, mit dem wir noch intensiver für den Notruf 110 bei Gefahr werben. 2014 haben wir mit der Busfahrerin Karin Heilenz sowie Plakataktionen in Bussen die Sicherheit im Öffentlichen Nahverkehr gestärkt. Mit der Ärztin Vanessa Zahn aus der Asklepios Harzklinik fordern wir 2015 mehr Zivilcourage für Opfer häuslicher Gewalt ein.                                                                                          

Der Gewinn des Deutschen Förderpreises Kriminalprävention 2013 in Münster ermöglicht es die "Leuchtturmfunktion" der GZK, insbesondere in Schulen, weiter zu entwickeln. Mit unserer Homepage möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere facettenreiche Kampagne geben und Sie damit ermuntern, eigene Mutmachaktionen vor Ort mit unseren Materialien zu initiieren. Stellvertretend für viele Andere möchte ich für ihr fünfjähriges Engagement besonders unsere/r/m Fotografin Heike Göttert, Grafikers Thomas Velte, Mediengestalters Denis Habig und Lothar Niemann sowie Gewerkschafter Martin Schilff,GdP herzlich danken.


Günter Koschig

(Initiator und Projektleiter)



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